Rezension “Wenn das Kind in dir noch immer weint”

Rezensionsexemplar (Bildquelle)

Produktinformationen:

  • Autor*in: Melanie Pignitter
  • Seitenanzahl: 194 Seiten
  • Verlag: Gräfe und Unzer Verlag
  • ISBN: 978-3833891953
  • Preis: 19,99€ (Gebundene Ausgabe), 16,99€ (eBook), 9,95€ (Hörbuch)

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Klappentext:

Dies ist ein einzigartiger und gänzlich neuartiger Ansatz zur Heilung des Inneren Kindes. Die bekannte Mentaltrainerin und Bestsellerautorin Melanie Pignitter schafft nicht nur die psychologische Basis, um Wunden aus der Kindheit zu verstehen. Sie zeigt auch wirksame Übungen und Tools für die Heilungsarbeit. Und sie geht noch einen bedeutenden Schritt darüber hinaus, indem sie eine ganz besondere Verbindung zum Leser aufbaut. So spricht sie das innere Kind direkt emotional an. Reparenting – also heilsames Nachbeeltern – kann geschehen. Die so sehr vermisste elterliche Liebe kann direkt beim Lesen erfahren werden. Ein tiefgreifend veränderndes Buch!

Meine Meinung:

Vorab vielen Dank an den Gräfe und Unzer Verlag und Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Gleich zu Beginn kann ich sagen, dass ich das Hörbuch gleich noch einmal gehört und mir das Buch gekauft habe, weil ich einfach komplett überzeugt worden bin. Meinen liebsten habe ich es auch schon empfohlen und ausgeliehen.

Seit ein paar Monaten beschäftige ich mich nun expliziter mit meiner Vergangenheit und stoße häufig noch auf Fragezeichen, die ich nicht beantworten, oder Löcher, die ich nicht füllen kann. Mit diesem Buch gab mir die Autorin einige Anhaltspunkte, die ich Gedanken und Gefühle zuordnen konnte und mir auf meiner Reise zu mir selbst halfen.

Anders als andere Ratgeber beschreibt sie nicht nur Gegebenheiten und erklärt sie aus psychologischer Betrachtungsweise, sondern sie gibt auch sogenannte „Healing to Go“s mit, bei denen man sich mit seinem inneren Kind verbinden kann. Dadurch entsteht nicht nur eine Bindung zu seinem jüngeren Ich, sondern zudem auch zu diesem Buch.

Es kam ein paarmal vor, sowohl beim ersten als auch zweiten Lesen, dass bei mir Tränen geflossen sind. Teilweise musste ich auch auf Pause drücken, um meine aufgestiegenen Emotionen verarbeiten zu können. Pignitters einfühlsame und empathische Worte gingen mir einfach so ans Herz, dass ich diese auch gar nicht zurückhalten wollte.

Während des Lesens habe ich mich so wohl und so verstanden gefühlt wir schon lange nicht mehr. Ich habe mich in mehreren der Situationen, Liebessprachen oder Glaubenssätze wiedergefunden und vor mir haben sich ganz neue alte Wege aufgetan, die ich nun (zurück) gehen und aufarbeiten kann.

Dieses Buch wurde mit so viel Verständnis, Kompetenz und Einfühlungsvermögen geschrieben, dass es mir schon fast so vorkommt, als hätte ich mit der Autorin selbst gesprochen. Die Erklärungspassagen wurden sehr ausführlich und verständlich geschrieben und die Texte an unser inneres Kind mit so viel Fürsorge, Liebe und Achtung.

Ein wirklich unglaublich tolles und praktikables Buch, wenn man sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen und Wunden und Missverständnisse aus der Kindheit und Jugend aufarbeiten möchte. Auch wenn man nicht von heute auf morgen mit allem im Reinen sein kann, fühle ich mich nach diesem Buch doch mehr mit mir verbunden und kann auch geliebte Menschen besser verstehen. Eine klare Kaufempfehlung von mir!

Gelesen vom 13.05.2024 bis 14.05.2024

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Rezension “Medusa – Verdammt lebendig”

Rezensionsexemplar (Bildquelle)

Produktinformationen:

  • Autor*in: Lucia Herbst
  • Seitenanzahl: 352 Seiten
  • Verlag: Piper Verlag
  • ISBN: 978-3492506168
  • Preis: 18,00€ (Taschenbuch), 4,99€ (eBook), 9,95€ (Hörbuch)

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Klappentext:

Ich, die Gorgone Medusa, erzähle meine Geschichte. Götterfantasy aus der griechischen Sagenwelt. SERAPH 2023 in der Kategorie »Bestes Debüt«!

»Ich bin ich selbst, und ich habe Macht. Die einzige, die ich mir jemals gewünscht habe. Die über meinen Körper.«

Köln, in der Gegenwart. Medusa lebt. Jahrtausendelang musste sie sich vor den Göttern und Menschen verstecken. Sie hat es satt, das Monster ihrer eigenen tragischen Geschichte zu sein, und wagt das Undenkbare: Sie stellt Poseidon und Athene, die Götter des Olymps, die sie zum Monster gemacht haben, vor ein internationales Göttergericht. Dieser unerhörte Vorfall sorgt unter den Unsterblichen dieser Welt für einen Aufruhr, denn Medusa ist nicht die Einzige, die etwas zu sagen hat gegen die Ungerechtigkeiten der Götterwelt …

Meine Meinung:

Vorab vielen Dank an den SAGA Egmont Verlag und Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Nach Büchern wie diesem weiß ich jedes Mal wie sehr ich Neuerzählungen der griechischen Mythologie doch liebe! Ich kann schon zu Anfang an sagen, dass ich die weiteren zwei Bände der Autorin auf jeden Fall lesen werde.

Anfangs dachte ich noch, dass das Geschehen mehr in der Gegenwart spielt, aber davon bekam man dann doch wieder weniger mit. Nichtsdestotrotz fand ich die Geschichte wirklich unglaublich spannend, dadurch dass sie die meiste Zeit aus einem Prozess bestand.

Durch diese juristische Atmosphäre könnte man meinen, dass die Geschichte etwas eintönig wirkte, aber dies war zu keinem Zeitpunkt der Fall. Nicht nur machten die Charaktere die Handlung lebendig, auch die Taten einzelner Mitwirkender brachten immer wieder neue Wendungen mit sich.

Generell wusste ich nie, wem man vertrauen konnte, wer es nur gut mit Medusa meinte und wer doch mehr in den Konflikt verstrickt war als gedacht. Genau das hat dem Buch die nötige Spannung verliehen, weshalb ich unbedingt immer weiterhören wollte. Nicht nur gab es Liebe zwischen den Personen, auch Intrigen und Mordanschläge wurden gesponnen.

Ein außergewöhnliches Highlight, das dieses Buch von anderen Medusa-Neuerzählungen abhebt, ist die Einführung einer weiteren Glaubensrichtung. So habe ich das noch nie gelesen und ich finde, dass die beiden Mythologien sich sehr gut ergänzt haben.

Wie schon gesagt, kann ich das Buch jedem weiterempfehlen, der sich für griechische Mythologie interessiert. Wer zusätzlich noch ein Fan der Medusa ist wie ich, der wird sich noch mehr an dieser Geschichte der Gorgone erfreuen. Die zwei weiteren Bände ziehen dann hoffentlich auch ganz bald bei mir ein!

Gelesen vom 22.05.2024 bis 28.05.2024

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Rezension “Fenster in der Nacht”

Rezensionsexemplar (Bildquelle)

Produktinformationen:

  • Autor*in: Neal Shusterman
  • Graphiker*in: Andrés Vera Martínez
  • Übersetzer*in: Alexandra Ernst
  • Seitenanzahl: 256 Seiten
  • Verlag: Loewe Graphix
  • ISBN: 978-3743216877
  • Preis: 22,00€ (Gebundene Ausgabe), 16,99€ (eBook)

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Klappentext:

Man sagt: Wenn eine Tür geschlossen wird, dann öffnet sich ein Fenster!
Ein Fenster führt in Welten jenseits des Terrors.
Ein Held aus Asche bewahrt Unzählige vor den Gaskammern.
Die Macht der Märchen begegnet den Mächten des Bösen .
Der Stab des Moses führt Tausende in die Freiheit.
Wie es hätte sein können …

Eine ergreifende Graphic Novel über die Hoffnung im Holocaust
Neal Shusterman, Gewinner des National Book Awards, erzählt fünf Geschichten über die Shoah. Er erzählt von Träumen, wo träumen nicht mehr möglich ist, und lässt Augenblicke echten menschlichen Mitgefühls aufleuchten. Denn die Kraft der Vorstellung ist unser mächtigstes Werkzeug für die Zukunft, auch wenn wir die Vergangenheit nicht ändern können. In einer Zeit des wiederauflebenden Antisemitismus setzt der Bestsellerautor, der selbst jüdischer Abstammung ist, ein Zeichen gegen Hass und Gewalt. Die bewegendste Graphic Novel über den Holocaust seit Art Spiegelmans Maus.

Meine Meinung:

Vielen Dank an den Graphix Loewe Verlag und Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Ein Buch, das etwas außerhalb meiner Comfort-Zone liegt. Aber auch nur etwas, da in dieser Graphic Novel dann doch ein etwas größerer Hauch von Magie liegt. Ich finde es immer sehr wichtig, dass über diese grausame Zeit gesprochen und aufgeklärt wird und mithilfe dieses Buches werden sicher auch jüngere und „lesefaule“ Mitmenschen angesprochen werden.

Ich glaube, ich bin nicht die Einzige, der ein Schauer über den Rücken fährt, wenn man über den 2. Weltkrieg redet. Umso wichtiger finde ich es deshalb über die Zustände und Schicksale der Opfer zu reden und nicht nur über die Taten und Grausamkeiten der Täter. Und dies wurde in diesem Buch getan.

Der Zeichenstil von Vera Martínez hat etwas „Altes“ an sich und hat mich teilweise an die Zeichnungen meiner Oma erinnert, die in dieser schrecklichen Zeit aufgewachsen ist, was mir das Buch nur noch realitätsnäher brachte. Generell fand ich diesen Stil aber sehr angenehm und er hat alle dringlichen Details aufgefasst. Verbunden mit Shustermans Geschichten wurde daraus eine harmonische Geschichte, die die Schrecken des Dritten Reiches in einem magischen Umfeld zeigte.

Verschiedene Mythen und Legenden haben mich schon immer fasziniert. Aber wie hier eingebunden in eine obszöne Welt, hatte sie etwas Schönes und Grässliches zugleich. Es hat mich gefreut, dass die Geschichten alle gut endeten und die Opfer den Machenschaften entkommen konnten, was nur leider nicht immer der Realität entsprach. Dennoch fand ich es wunderbar über die Verlinkung von Sagen mit der damaligen Wirklichkeit zu lesen.

Was mich auch sehr positiv gestimmt hat, waren die historischen Erzählungen am Ende einer jeden Geschichte, die als Vorlage gedient haben und über deren Missstände und Vorgänge man aufgeklärt wurde. Das hat den Fantasy-Aspekt geschmälert und den Leser zurück in die grausame Vergangenheit gezerrt.

Für mich war diese Graphic Novel ein wirklich lehrreiches Buch, das mir auch nach Monaten des Lesens noch im Gedächtnis bleibt. Als einfache Schullektüre könnte ich sie mir auch gut vorstellen. Ich kann nur jedem empfehlen dieses Buch in die Hand zu nehmen und sich bedacht den Geschichten widmen.

Gelesen vom 02.02.2024 bis 10.02.2024

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Rezension “The Queen Will Rise”

Rezensionsexemplar

Produktinformationen:

  • Autor*in: Marie Niehoff
  • Seitenanzahl: 432 Seiten
  • Verlag: Rowohlt Taschenbuch
  • ISBN: 978-3499011764
  • Preis: 16,00€ (Taschenbuch), 12,99€ (eBook), 9,95€ (Hörbuch)

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Klappentext:

Er ist mein König. Er ist mein Geliebter. Er ist mein Untergang …

Londons Straßen werden von Blut regiert. Nach dem gescheiterten Attentat auf Vampirkönig Benedict Tudor schlägt der Hass zwischen Menschen und Vampiren in offene Gewalt um. Florence ist als Blutbraut die menschliche Repräsentantin an Benedicts Seite und könnte eigentlich vermitteln. Doch sie wird im Tower gefangen gehalten. Ursprünglich als Rebellin ins Schloss gekommen, um den König zu töten, hat sie sich gegen ihren Willen in ihn verliebt. Und diese Liebe wird ihr nun zum Verhängnis. Denn Benedict hat von ihren Plänen erfahren, und ihr Verrat hat ihn zu einem Monster gemacht …

Meine Meinung:

Vielen Dank an den argon Hörbuch Verlag und Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Wie sehr habe ich mich nach dem grandiosen ersten Band auf die Fortsetzung gefreut! Leider muss ich schon jetzt sagen, dass er mich nicht so sehr wie dieser mitreißen konnte.

Diesmal konnten wir die Geschichte durch beide Perspektiven unserer zwei Protagonisten Flo und Benedikt erleben. Dadurch, dass ich im ersten Teil doch etwas Bedenken bei Benedikt Absichten hatte und ihm nicht ganz vertraut habe, wurden meine Zweifel nun aufgelöst und ich hatte einen klaren Einblick in seinen Gedankengang.

Die Fortsetzung schließt gleich an den ersten Band an, weshalb auch die Handlung weiterhin spannend bleibt und einige Fragen des vorherigen Buches sogleich beantwortet werden. Dadurch stieg man zwar gleich voller Neugierde ein, allerdings wurde dies dann etwas gedämpft, so dass man die Stimmung wieder für das Ende aufbauen konnte.

Wohingegen der erste Band von unerwarteten Wendung nur so trotzt, fand ich den zweiten Band an einigen Stellen dann doch etwas langgezogen. Tatsächlich habe ich mich auch dabei erwischt „wann geht es denn endlich weiter?“ zu sagen. Was für mich den zweiten Band dann doch hat schwächer erscheinen lassen als den ersten.

Nichtsdestotrotz mochte ich auch in diesem
Buch das Zusammenspiel zwischen Flo und Benedikt sehr. Trotz des Verrats und den verletzten Gefühlen hat man das Prickeln zwischen ihnen deutlich spüren können und ich habe bei jeder Begegnung der beiden oder jedem Gedanken an den anderen mitgefiebert. Beide haben sich zu Charakteren entwickelt, deren Reise ich gerne verfolgt habe.

Auch das Ende war wie schon im ersten Teil sehr gelungen und ich habe den Ausgang so zwar vermutet, aber dennoch war es sehr schön die Geschichte zu Ende gehen zu sehen. Obwohl die Dilogie damit ein Ende findet, hätte ich gerne noch ein oder zwei Bände mehr gelesen. Was aber sicher ist, ist, dass die Autorin definitiv noch öfter in meiner Suchleiste auftauchen wird und uns hoffentlich noch mehr Geschichten wie die von Flo und Benedikt beschert.

Gelesen vom 10.01.2024 bis 30.01.2024

Bewertung: 4,5 von 5 Sterne

Rezension “Hüter der Lieder”

Rezensionsexemplar (Bildquelle)

Produktinformationen:

  • Autor*in: Janine Hofeditz
  • Band 3
  • Seitenanzahl: 385 Seiten
  • Verlag: epubli
  • ISBN: 978-3754101896
  • Preis: 13,99€ (Taschenbuch), 3,99€ (eBook), 9,95€ (Hörbuch)

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Klappentext:

Nachdem er den Feen nur knapp entkommen ist, will Larkin nur noch eines: Sich im Schattenwald verkriechen und so tun, als wäre nie etwas geschehen. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn man mit Fengards Kronprinzen vermählt ist und einen Drachen zum Adoptivsohn hat. Als plötzlich ein Greif vor der Tür steht, der sie vor einem Angriff der Feen warnt, muss Larkin sich seinen Dämonen stellen. Doch ist er noch rechtzeitig, um den drohenden Sturm zu verhindern? Und ist dem Wort eines Greifen überhaupt zu trauen?

Meine Meinung:

Vorab vielen Dank an den Saga Storify Verlag und Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Ich Spezialist muss gleich am Anfang sagen, dass ich nicht wusste, dass dies der dritte Band einer Reihe ist und muss ehrlich gestehen, dass ich es vor allem wegen des Covers angefragt habe. Aber um das Buch somit kurz zusammenzufassen, kann ich sagen, dass mir zwar einige Infos gefehlt haben und ich mich auch nicht ganz so gut in die Charaktere einfühlen konnte, aber ich die Geschichte wirklich sehr gemocht und auch alles verstanden habe. Ich werde die vorherigen Teile definitiv auch noch lesen!

Das war Fantasy wie ich es liebe! Eine neue übersichtliche Welt, wundersame und gefährliche Wesen und ganz viel Spannung gepaart mit einem Hauch von Liebe.

Wie schon gesagt, haben mir vor allem am Anfang ein paar Infos gefehlt und ich wäre deshalb sicher auch schneller in der Geschichte drin gewesen, allerdings ist dies kein allzu großer Kritikpunkt, da es trotzdem sehr verständlich war und die Autorin einen guten Überblick über die vergangenen Ergebnisse gab.

Vor allem das Zusammenspiel zwischen den Drachen mit den verfeindeten Greifen fand ich super spannend. Man hat das Misstrauen spüren können und dennoch auch den Stolz und den Ehrgeiz der jeweiligen Parteien, um den Machtausbau der Elfen gemeinsam zu verhindern. Es war wirklich interessant die Stellung zueinander zu erfahren und auch wie die jeweiligen Völker leben.

Allen voran war natürlich die Beziehung zwischen Larkin und Kian ein präsentes Thema. Auch, wenn die beiden nicht allzu viel Liebe austauschen, merkt man das starke Band zwischen ihnen sehr. Ihr Zusammenspiel und die Aufopferung füreinander wurde während des Buches mehrfach deutlich.

Generell konnte man erkennen, dass die Autorin die Figuren gut ausgearbeitet und starke Persönlichkeit erschaffen hat. Auch die Handlungsstränge waren klar und durchdacht, was einen zum Lesen animiert hat. Es gab genau die richtige Menge an Action, Gewalt und Blutvergießen und auch die Intrigen kamen nicht zu kurz.

Alles in allem ein wirklich guter Fantasyroman, der nach dem Lesen der vorherigen Teile sicher noch einen Stern mehr bekommen könnte. Ich freue mich aber jetzt schon darauf Larkin, Kian und auch die anderen „neu“ kennenzulernen und sehe es wohl als Prolog zum bisherigen Geschehen.

Gelesen vom 15.05.2024 bis 20.05.2024

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Rezension “Elternabend”

Rezensionsexemplar

Produktinformationen:

  • Autorin: Sebastian Fitzek
  • Seitenanzahl: 336 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur
  • ISBN: 978-3426284131
  • Preis: 16,99€ (Taschenbuch), 12,99€ (eBook), 9,95€ (Hörbuch)

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Klappentext:

Stell dir vor …
… du musst eine halbe Ewigkeit auf einem Elternabend verbringen. Dabei hast du gar kein Kind!

Ein lebenskluger und hinreißend komischer Roman im Stil von Sebastian Fitzeks Nr.1-Bestseller »Der erste letzte Tag«

Sascha Nebel hat sich zur falschen Zeit am falschen Ort das falsche Auto für einen Diebstahl ausgesucht. Kaum, dass er hinter dem Steuer eines Geländewagens Platz genommen hat, zieht eine Horde demonstrierender Klimaaktivisten durch die Straße. Allen voran eine junge Frau, die den SUV mit einer Baseballkeule demoliert. Als die Polizei auf der Bildfläche erscheint, ergreifen Sascha und die Unbekannte die Flucht und platzen in den Elternabend einer 5. Klasse. Um die Nacht nicht in Polizeigewahrsam zu verbringen, bleibt ihnen keine andere Wahl: Sie müssen in die Rolle von Christin und Lutz Schmolke schlüpfen, den Eltern des 11jährigen Hector, die bislang jede Schulveranstaltung versäumten. Zwei wildfremde Menschen, zwischen denen kaum größeres Streitpotential herrschen könnte, geben sich als Vater und Mutter eines ihnen völlig unbekannten Kindes aus. Dabei ist die Tatsache, dass Hector der größte Rüpel der Schule ist, sehr schnell ihr kleinstes Problem …

Meine Meinung:

Vorab vielen Dank an den argon Hörbuchverlag und Netgalley für sie Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.


Fitzeks Schreibstil fasziniert mich jedes Mal aufs Neue. Sei es in seinen Thrillern oder auch außerhalb meiner Comfortzone. Egal wie: die Geschichte ist immer spannend aufgebaut und regt zum Weiterlesen an.

Dennoch etwas düster fand ich den Start dann doch. Es geht in diesem Buch auch um Suizidgedanken, weshalb man anfangs erstmal in das kalte Wasser geworfen wird. Wo ich Leichtigkeit und Erheiterung erwartet habe, wurde erst einmal ein sehr brisantes und folglich kriminelles Thema angesprochen. Ich muss auch sagen, dass ich dabei etwas überfordert war und nicht so ganz wusste, in welche Richtung sich alles entwickelt.

Aber nach diesem ersten Schrecken kam die Wortgewandtheit, die kleinen oder größeren Streitereien zwischen den Protagonisten und der witzige Handlungsstrang des Buches dann doch.

Sascha ist für mich ein sehr grober Mann, dem es schwer fällt sich zu tarnen oder sich in neue Situationen einzufinden. Dennoch versucht er sein Bestes und gewinnt die Leserherzen mit seiner unbeholfenen Art für sich.

Ein Elternabend sieht für mich zwar anders aus, aber die Idee des Ausfluges der Eltern hat natürlich gepasst, um die zeitliche Einordnung und die Handlungen alle unter einen Hut zu bekommen. Was mir sehr gefallen hat, war, dass Sascha sich „selbst finden musste“ und natürlich auch seinen Sohn. Da er in diese Situation hineingerutscht ist, hatte er natürlich keinerlei Infos zur Vorgeschichte der Person, deren Identität er sich angenommen hat. Wie Fitzek es schafft, ausweglos erscheinende Szenen zu schaffen und wie er seinen Charakter durch diese hindurchwindet, war nur einer der Gründe mich am Lesen zu halten.

Ich habe die Szenen sehr genossen, sehr oft geschmunzelt und auch einmal herrlich gelacht. Bis ich zu dem Schluss gekommen. Wie schon in einigen anderen Rezensionen gelesen, muss ich leider auch sagen, dass die Wendung etwas weit hergeholt war. Weswegen ich auch keine vollen fünf Sterne vergeben kann. Andererseits finde ich das Thema rund um Suizid, Ausgrenzung und Mobbing unglaublich wichtig und trotz der Tragödie finde ich es gut, dass Fitzek diese Thematiken humorvoll umschmückt und schließlich unverblümt skizziert hat.

Zwar gefallen mir seine Thriller immer noch ein Stückchen mehr als seine sonstigen Werke, aber auch mit diesem Buch hat sich Fitzek einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal verdient. Wer also kein Fan von Mord und Todschlag ist und gerne mal lacht, aber dennoch auf ernste Themen anspricht, für denjenigen ist dieses Buch die perfekte Mischung!

Gelesen vom 04.01.2024 bis 7.01.2024

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Rezension “Godkiller”

Rezensionsexemplar

Produktinformationen:

  • Autorin: Hannah Kaner
  • Übersetzer*in: Wolfgang Tohn
  • Seitenanzahl: 448 Seiten
  • Verlag: Piper
  • ISBN: 978-3492709217
  • Preis: 18,00€ (Taschenbuch), 12,99€ (eBook), 9,95€ (Hörbuch)

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Klappentext:

Eine Frau, die Götter tötet, ein brotbackender Ritter, und ein adeliges Mädchen mit einem Gott im Gepäck.

Die unaufhaltsame Kyssen hat sich das Töten von Göttern zu ihrem Beruf gemacht. Doch eines Tages trifft sie auf einen Gott, den sie nicht töten kann: Skedi, der Gott der Notlügen. Er ist an das junge adelige Mädchen Inara gebunden, das ohne ihn sterben würde. Gemeinsam müssen sie nach Blenraden reisen – die letzte Stadt, in der es noch wilde Götter gibt. Der ehemalige Ritter Elogast hat dasselbe Ziel, aber auch ein großes Geheimnis: In seinen Händen liegt das Schicksal des Landes. Nichts ahnend, was im Herzen von Blenraden lauert, tritt die ungleiche Gruppe ihre Reise an …

Meine Meinung:

Vorab vielen Dank an den Piper Verlag und Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Schon so oft gesehen und schon so oft davon gehört: kein Wunder, dass auch ich es lesen musste. Durch BookTok und Bookstagram wurde mir dieses Buch schon seit Wochen angepriesen und ich hatte sehr hohe Erwartung! Die leider so gar nicht erfüllt wurden.

Ich muss sagen, dass ich das Buch zumindest zu Ende gelesen habe. Auch glaube ich, dass es bestimmt eine Zielgruppe gibt (siehe BookTok), die super auf diese Geschichte anspringen wird. Bei mir war dies nur leider nicht der Fall.

Nachdem der Klappentext unheimlich gut klang und auch die ersten Seiten sehr vielversprechend waren, flachte dieses Gefühl leider sehr schnell ab. Die Geschichte fing sehr vollgefüllt an und ich hatte Probleme dabei, alles den richtigen Seiten zuordnen zu können. Mir gefielen allerdings die verschiedenen Seiten und die Aufteilung innerhalb der Bevölkerung.

Wie im Klappentext schon beschrieben findet sich eine bunte Gruppe an Leuten zusammen, die die Bindung zwischen der Adligen Inara und dem Gott Skedi brechen wollen. Am sympathischsten war mir hierbei Kyssen, aber generell konnte ich leider zu keiner der Figuren eine wirkliche Bindung aufbauen. Skedi versuchte nicht einmal freundlich zu sein, Inara war einfach ein kleines Kind und die Beziehung zwischen Kyssen und Elogast fand ich wirklich unangenehm, unvorhersehbar und nicht passend.

Abgesehen von den wirklich merkwürdigen Liebesanbandlungen waren auch die Handlungen für mich sehr langweilig. Ich habe wirklich auf noch etwas Großartiges gehofft und wurde Seite um Seite enttäuscht. Der einzige Pluspunkt ist wirklich die Idee des Buches. Es hätte eine wirklich spannende Geschichte werden können, die durch die gegebenen Konflikte einen dauerhaften Spannungsbogen gehabt hätten. Aber dies war wie schon gesagt leider nicht gegeben. Wirklich sehr schade, da ich dieses Buch gerne auch so gemocht hätte wie seine unzähligen Fans in den sozialen Medien!

Gelesen vom 08.02.2024 bis 14.02.2024

Bewertung: 2 von 5 Sterne

Rezension “Belladonna”

Rezensionsexemplar

Produktinformationen:

  • Autor*in: Adalyn Grace
  • Übersetzer*in: Petra Knese
  • Seitenanzahl: 400 Seiten
  • Verlag: arsEdition Verlag
  • ISBN: 978-3845856919
  • Preis: 18,00€ (Taschenbuch), 4,99€ (eBook), 9,95€ (Hörbuch)

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Klappentext:

Eine verbotene Liebe und ein Geheimnis, das alles zerstören könnte …

Signa ist vom Tod berührt. Seit ihre Eltern gestorben sind, glauben ihre Verwandten, dass sie verflucht ist. Bis Signa eines Tages von ihrem Cousin in das wunderschöne Herrenhaus Thorn Grove eingeladen wird. Die rauschenden Bälle und eleganten Gäste faszinieren Signa, doch der Glanz verbirgt ein düsteres Geheimnis. Die Tochter des Hauses, Blythe, wurde vergiftet und der Täter steht der Familie näher als vermutet. Als der Tod dann höchstpersönlich erscheint, um Signa bei dem Rätsel zu helfen, weckt er in ihr verbotene Gefühle, die sie in einen dunklen Abgrund reißen könnten …

Meine Meinung:

Vorab vielen Dank an Silberfisch Verlag und Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Dadurch, dass einige das Buch vorablesen durften und mich mit ihren Meinungen nur
so umschwärmt haben, hab ich mich sehr auf die Geschichte gefreut. Auch die Idee dahinter fand ich unglaublich spannend und genau nach meinem Geschmack. Der personifizierte Tod ist für mich immer eine spannende Geschichte und ich war gespannt darauf, was mich erwartet.

Signa ist eine Waise und zudem eine reiche Erbin. Als ihre Großmutter stirbt, nehmen Verwandte sie zu sich auf. Da sie beim Tod ihrer Eltern sehr klein war, liebt sie Erinnerungen anderer an ihre Mutter und hat es sich als Vorbild genommen so zu werden wie sie. Ihre Unbesorgtheit, die sie dank ihres Erbes ausleben kann, hat mich leider doch oft gestört. Auf der einen Seite will sie sittlich sein wie ihre Mutter und auf der anderen nimmt sie sich dennoch so viel heraus. Für mich waren ihr Verhalten und auch ihre Denkweisen oftmals zu kindisch und ich konnte sie als Person nicht ernst nehmen.

Ich fand den Krimiaspekt mit der unerklärlichen Krankheit allerdings gut eingefädelt. Als Kombination aus meinen Lieblingsgenres habe ich mir dadurch auch von der Geschichte sehr viel erhofft und teilweise auch erhalten. Ich fand den Vorgang und die Ermittlung logisch und spannend und auch der Ausgang war recht unvorhersehbar und angemessen.

Jedoch hatte ich beim Lesen sehr oft das Gefühl, dass es einfach nicht weiterging. Es ist meiner Meinung nach nicht allzu viel passiert und es wurde viel Allgemeines eingespielt. Zudem muss ich sagen, dass die Nebencharaktere entweder sehr überzogen oder undurchsichtig waren. Ich konnte zu niemandem eine Bindung aufbauen und könnte ihnen spezifische Eigenschaften auch nicht zuordnen.

Doch was wäre so ein Buch ohne Liebesgeschichte? Die Enthüllung eines Charakters war mir tatsächlich von Anfang an klar, da unglaublich viele Hinweise gegeben wurden. Und durch diese Enthüllung und die emotionale Annäherung konnte man auch schon erahnen, dass Signa sich zum Tod hingezogen fühlt. Ich finde es nur sehr komisch und etwas verwerflich, da der Tod schon sehr alt ist und Signa schon als Baby kennengelernt hatte. Das hat die Beziehung der beiden für mich in ein falsches Licht gerückt. Auch hat mich sehr gestört wie Signa sich aufgespielt hatte, um einfach irgendjemandem zu gefallen. Da kam für mich einfach wieder ihre kindliche Seite raus.

Insgesamt hätte die Idee und die Geschichte sehr großes Potenzial für mich gehabt, allerdings wurden Alltägliches zu sehr in den Vordergrund gerückt und Signa hat mir als Protagonistin leider gar nicht gefallen. Sehr gefallen hat mir allerdings die Mischung aus Fantasy und Krimi, durch die sicher mehrere Leser angesprochen werden.

Gelesen vom 02.02.2024 bis 29.02.2024

Bewertung: 2 von 5 Sterne

Rezension “The Serpent and the Wings of Night”

Rezensionsexemplar

Produktinformationen:

  • Autorin: Carissa Broadbent
  • Übersetzer*in: Heike Holtsch, Kristina Flemm
  • Seitenanzahl: 544 Seiten
  • Verlag: Carlsen
  • ISBN: 978-3551585516
  • Preis: 18,00€ (Gebundene Ausgabe), 12,99€ (eBook), 9,95€ (Hörbuch)

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Klappentext:

Vertraue keinem, gib niemals auf und hüte immer – immer – dein Herz! Du bist Beute in einer Welt von Raubtieren. 

Jeden Tag muss Oraya ums Überleben kämpfen. Als adoptierte menschliche Tochter des Vampirkönigs lebt sie in einer Welt, die darauf ausgerichtet ist, sie zu töten. Ihre einzige Chance, jemals mehr als nur Beute zu sein, ist die Teilnahme am Kejari: ein legendäres Turnier, das von Nyaxia veranstaltet wird – der Göttin des Todes. 

Damit Oraya überhaupt den Hauch einer Chance hat, muss sie ein Bündnis mit ihrem größten Gegner eingehen: Raihn. Alles an ihm ist gefährlich. Zum Töten geboren ist er skrupellos und dazu auch noch ein Feind ihres Vaters. Doch am meisten Angst macht Oraya nicht das Kejari oder die mögliche Niederlage oder der Tod, sondern dass sie sich auf seltsame Weise zu Raihn hingezogen fühlt. Als wäre das nicht genug, braut sich – wie eine düstere Vorahnung – ein Sturm zusammen und erschüttert alles, was Oraya über ihre Heimat zu wissen glaubte. Und Raihn versteht sie vielleicht besser als jeder andere. Doch die immer stärker werdende Anziehungskraft könnte ihr Untergang sein, in einem Königreich, in dem nichts tödlicher ist als Vertrauen und Liebe.  

Meine Meinung:

Vorab vielen Dank an lovelybooks und den Hörbuch Hamburg Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Ich fiebere ja schon sehr lange diesem Buch entgegen und habe mich natürlich unendlich gefreut, es schon vorab hören zu dürfen! Nachdem ich auch schon von klein auf ein Vampirgeschichten-Fan bin, wusste ich schon von der ersten Seite an, dass dieses Buch mich in seinen Bann ziehen wird!

Wie schon gesagt, hat mich die Geschichte von Anfang an fasziniert. Wir erfahren gleich, was es zumindest mit einem Teil des Titels auf sich hat und lernen sogleich zwei wichtige Charaktere kennen. Mir hat dabei die Erzählweise gefallen, die einem Märchen nachempfunden war und auch Vincent‘s Aufopferung als Vampirkönig ein Menschenkind zu adoptieren.

Im weiteren Verlauf ist Oraya dann erwachsen und wir begeben uns in ihren tödlichen Alltag als Mensch in einer Vampirwelt. Auch hier finde ich die Bindung zwischen Vincent und Oraya unglaublich rührend und ich hoffe einfach, dass keiner von beiden dem Tod ins Auge blicken muss. Außerdem wurden anfangs schon einige Einblicke in die Welt der Vampire gegeben, aber dennoch blieb alles noch etwas undurchsichtig, was ich schade fand.

Zudem erfahren wir auch, dass Oraya am Kejari teilnehmen will, um sich zu beweisen und um einen Gefallen der Göttin Nyaxia einzufordern. Auf der Eröffnungsfeier lernt sie zum ersten Mal ihre Kontrahenten kennen und durch Vincent erfährt sie einige Schwachstellen der anderen Teilnehmer. Warum allerdings ein Mensch, auch wenn er von einem Vampir großgezogen worden ist, gegen Vampire in einem Wettkampf eine Chance haben soll, finde ich dann doch etwas fragwürdig.

Generell hat sich die Geschichte im weiteren Verlauf immer etwas seltsamer entwickelt und so naiv ich anfangs in die Geschichte gestartet bin, machte sich immer mehr Misstrauen breit. Einige Gegebenheiten wurden immer unschlüssiger und auch gegenüber den verschiedenen Charakteren wurde ich immer missbilligender.

Zwei Charaktere schloss ich nach erstem Missfallen dann aber doch ins Herz: Misha und Raihn. Misha‘s quirrlige und aufgeschlossene Art ließ sie mich anfangs zwar recht gefährlich einschätzen, aber im weiteren Verlauf lernte ich diese Seite an ihr lieben. Und Raihn ist einfach ein Bookboyfriend wie er im Buche steht! Man konnte natürlich die enemies to lovers Entwicklung riechen, aber dennoch erschien er mir von Anfang an etwas zu freundlich. Doch im Laufe der Handlungen wurde er mir dann doch immer sympathischer!

Auch die Prüfungen, denen sich Oraya allein und mit ihren Verbündeten stellen muss, haben es in sich gehabt! Jede war auf ihre eigene Art einzigartig, spannend und auch unglaublich emotional! Man konnte zwar gut einschätzen, wer sie lebend abschließt, was aber nichts daran ändert, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Was mir auch sehr gefallen hat, war die Verbindung der Prüfungen zu der Geschichte der Todesgöttin Nyaxia. Dadurch erfahren wir zusätzlich noch etwas über die Hintergrundgeschichte der Göttin und es wird ein besseres Weltbild aufgebaut.

Immer wieder gab es Twists und schockierende Momente, aber wohl keiner kam an den Schluss heran. Ich habe jede Seite geliebt und vor allem die letzten Kapitel haben mich mit offenem Mund sitzen lassen. Das Buch war durchweg spannend und intensiv und ich kann gar nicht mehr bis Sommer warten, wenn der zweite Band erscheint und ich endlich erfahren darf wie es mit Oraya weitergeht!

Gelesen vom 09.02.2024 bis 15.02.2024

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Rezension “Die Einladung”

Rezensionsexemplar

Produktinformationen:

  • Autorin: Sebastian Fitzek
  • Seitenanzahl: 384 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur
  • ISBN: 978-3426281581
  • Preis: 24,00€ (Gebundene Ausgabe), 19,99€ (eBook), 9.95€ (Hörbuch)

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Klappentext:

In Vorfreude auf ein verlängertes Wochenende in den Alpen folgt Marla Lindberg der Einladung zu einem Klassentreffen. Doch schon kurz nach der Ankunft wird ihr klar: Es gibt nur eins, was tödlicher ist, als das abgeschiedene Berghotel nachts im eisigen Schneetreiben wieder zu verlassen. Es nicht zu tun …

Die Einladung: Wehe dem, der sie erhält…

Marla Lindbergs Erinnerungen sind glasklar: An die seltsame Nachricht, die sie in eine stillgelegte Geburtsklinik lockte. An die Gestalt, die versuchte, sie zu töten. Das seltsam pfeifende Husten des Psychopathen beim Kampf auf Leben und Tod. 

Nach Jahren der Psychotherapie hat die hochintelligente junge Frau gelernt: Das alles sind falsche Erinnerungen. Marla leidet unter Gesichtsblindheit. Ihr Gehirn spielt ihr in Extremsituationen Streiche, wenn es vergeblich versucht, Menschen an ihrem Gesicht zu erkennen. 

Als Marla die Einladung zum Klassentreffen in den Alpen bekommt, hofft sie darauf, mit ihren ehemaligen Mitschülern in schönen und echten Erinnerungen schwelgen zu können. Bei ihrer Ankunft in dem verschneiten Berghotel sind alle Zimmer bereits bezogen. Benutztes Geschirr steht auf dem Esstisch, der Kamin flackert, doch es ist niemand da. Marla beginnt die anderen zu suchen. Und dann hört sie es wieder. Wie jemand pfeifend hustet, draußen, in der eisigen Dunkelheit …

Meine Meinung:

Vorab vielen Dank an den argon Verlag und Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Ich fange diesmal am Ende ein, denn (wie so oft bei den Fitzek-Büchern) war der Twist absolut unerwartet. Durch die Kapitel vorher konnte man schon erahnen, dass es in diese Richtung geht, aber das es so enden wird, war für mich dann doch eine Überraschung!

Anders als die vorherigen Bücher, hatte für mich dieses Buch etwas von einem „cozy Krimi“. Da ich schon öfter Krimis und Thriller mit Schauplatz in den nordischen Ländern gelesen habe, hatte ich während des Lesens ein Gefühl des Wiedererkennens. Natürlich war die Geschichte eine ganz andere und außergewöhnliche, aber durch die gewohnte Umgebung und das Lesen der vorherigen Fitzek-Bücher hatte ich diesmal den kleinen Funken Hoffnung, dass ich auf das Ende der Geschichte kommen würde. Doch knapp daneben ist auch vorbei, weshalb ich dann doch mit einem offenen Mund die letzten Seiten verschlungen habe.

Um nun wieder zum Beginn der Geschichte zu kommen, muss ich sagen, dass mir die Einstiege immer gut gefallen. Man kriegt den Anschein ein klares Bild der Situation vor Augen zu haben, was es erleichtert, in das Buch einzutauchen und das war auch hier wieder der Fall. Fitzeks Beschreibungen sind immer perfekt gelungen, er gibt einige Hinweise, aber doch nicht genug, um auf eine einigermaßen passende Schlussfolgerung zu kommen. Jede Seite ist einfach ein Rätselgenuss!

Wobei Fitzeks Charaktere meistens sehr erwachsen scheinen, war unsere Protagonistin Marla diesmal eine recht unsichere Person. Nachdem sie die Einladung zum Klassentreffen erhalten hatte, war sie sich immer noch unsicher über ihre Entscheidung hinzugehen. Und diese Unsicherheit zog sich im gesamten Buch weiter und vermittelte dieses Gefühl auch an den Leser.

Eingesperrt in dem weit weg gelegenem Chalet wurde nicht nur Marlas Vertrauen und das ihrer ehemaligen Mitschüler getestet, sondern auch wir Leser konnten währenddessen miträtseln, wem man trauen kann und wem nicht. Dadurch wurde dauerhaft eine Grundspannung gehalten, die nicht nur die Neugier weckte, sondern einem auch einen Schauer über den Rücken jagte.

Für mich war Die Einladung eines der besten Bücher Fitzeks und ich habe jede Seite genossen. Trotz der altbekannten Atmosphäre wurden Spannungen geschaffen, ein unerwartetes Ende gefunden und ein wichtiges Thema angesprochen. Welches, will ich aufgrund eines Spoiler nicht verraten.

Gelesen vom 07.01.2024 bis 09.01.2024

Bewertung: 5 von 5 Sterne