Rezension “Nebel”

Rezensionsexemplar

Produktinformationen:

  • Autor: Ragnar Jónasson
  • Originaltitel: Mistur
  • Seitenanzahl: 352 Seiten
  • Verlag: btb Verlag
  • ISBN: 978-3442758623
  • Preis: 15,00€ (Taschenbuch), 9,99€ (eBook), 9,95€ (Hörbuch)

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Klappentext:

Ein einsames Bauernhaus – und ein verhängnisvoller Besuch.

Hulda Hermannsdóttir, Kommissarin bei der Polizei Reykjavík, kehrt nach einem Schicksalsschlag gerade wieder in ihren Beruf zurück. Um sie bei der Wiederaufnahme der Arbeit zu unterstützen, wird Hulda von ihrem Chef mit einem neuen Fall betraut: Mehrere Leichen wurden in einem abgelegenen Bauernhaus im Osten des Landes gefunden, und alles deutet darauf hin, dass sie dort schon seit einigen Wochen liegen. Was ist während der Weihnachtstage geschehen, als das Bauernhaus durch einen Schneesturm vom Rest der Welt abgeschnitten war? Und gibt es ein Entkommen vor der eigenen Schuld?

Meine Meinung:

Vorab vielen Dank an den btb Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Ich hab mich schon so sehr auf den letzten Band dieser unfassbar tollen Reihe gefreut! Und auch bei diesem wurde ich nicht enttäuscht. Da die Geschichte rückwärts erzählt wird, war ich schon sehr gespannt wie Huldas Geschichte anfangen würde, zumal der Leser ja schon eine Vorahnung hatte, was geschehen ist. Doch selbst mit dem Wissen darüber bekam man eine nicht ganz erwartete Antwort.

Huldas Familiengeschichte wurde wirklich realistisch und auch schockierend erzählt. Man konnte die Emotionen der Protagonistin, aber auch die der anderen handelnden Personen wirklich gut nachvollziehen. Mit dem Anfang, bzw. Ausgang dieser Geschichte habe ich wirklich nicht gerechnet.

Schon in den zwei Bänden davor konnten wir sehen wie stark und äußerlich robust Hulda ist, aber wie betroffen und emotional sie dann doch im Inneren aussieht. Es ist unfassbar wie Jónasson Hulda zu einer realen Figur macht. Auch in ihrem Beruf bleibt sie stark, obwohl auch hier unfaire Bedingungen herrschen.

Sehr schön, wie auch in den Büchern davor, finde ich, dass die Tatgeschichte mit Huldas verstrickt ist und man trotz der vielen Details nur schwer auf den Täter kommt. Auch hier hätte ich nie mit dem Ausgang gerechnet und war von dem überraschenden Ende wirklich sehr angetan. Erlas und Einars Geschichte brachte mich wirklich in eine Gefühlslage, bei der ich nicht wusste wie und was ich denken sollte.

Der letzte Teil hat zumindest aus der Perspektive von Hulda einen eher familiären Teil, den ich aber für die Reihe sehr wichtig fand. Dafür war aus der Sicht Erlas mehr Spannung enthalten und man rechnete mit dem Schlimmsten.
Schon nach dem Ende des ersten Bandes habe ich immer noch eine Frage im Kopf, die ich gerne beantwortet hätte, aber vielleicht finde ich das ja noch in einer Fragerunde oder in einem anderen Buch oder sogar (und hoffentlich) in einer Fortsetzung des Autors heraus.

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Lesemonat Oktober

Diesen Monat habe ich vier Bücher gelesen, denen ich eine Durchschnittsbewertung von 4,5 Sternen gegeben habe. Insgesamt habe ich somit 1.454 Seiten gelesen.

Top of the month: Der Heimweg

Flop of the month: –

Wen der Rabe ruft – Maggie Stiefvater

4 Sterne | 496 Seiten

Link zur Rezension: https://www.readingwithsimi.de/2020/11/05/rezension-wen-der-rabe-ruft/

Ich habe schon so oft von dieser Reihe gehört und bin dennoch immer wieder um sie herumgeschlichen – und jetzt bereue ich es! Eine wirklich schöne Jugend-Geschichte, wobei der Band 2 und 3 schon bei mir eingezogen sind. Mal gucken, wie ich an Band 4 komme.

Die große Pause – Bastian Bielendorfer

5 Sterne | 240 Seiten

Link zur Rezension: https://www.readingwithsimi.de/2021/02/26/rezension-die-grosse-pause/

Bastian ist so ein bodenständiger und nachvollziehbarer Mensch, dass ich nun nicht nur von seinen Podcasts, sondern nun auch von seinen Schreibfertigkeiten überzeugt bin! Eine realistische Geschichte über den (allgemein gleichen) Alltag während Corona, die zum Schluss hin noch einmal sehr emotional wird.

Der Heimweg – Sebastian Fitzek

5 Sterne | 368 Seiten

Link zur Rezension: https://www.readingwithsimi.de/2020/11/19/rezension-der-heimweg/

Ich weiß nicht, wer von der Buchhändlerin und mir sich mehr auf das Buch gefreut hat. Und wir wurden wohl beide nicht enttäuscht. Eine fesselnde und wie immer sehr ins Chaos stürzende Geschichte, die meine Heimwege nun doch gruseliger macht.

Sexy Security: Stürmisches Feuer – J. Kenner

4 Sterne | 350 Seiten

Link zur Rezension: https://www.readingwithsimi.de/2020/11/06/rezension-sexy-security-stuermisches-feuer/

Auch auf den dritten und leider letzten Teil habe ich mich schon sehr gefreut und auch die Geschichte zwischen Liam und Xena war aufregend, gefährlich und erotisch. Eine Mischung, die Spannung beim Lesen mit sich bringt.

Goodreads Reading Challenge 2021

Da ich letztes Jahr so gut vorangekommen bin und trotz Leseflauten und Auslandsjahr, wollte ich mir für das Jahr 2021 das gleiche Ziel setzen. Ich habe dieses Jahr zwar Abschlussprüfungen, aber durch die Corona-Maßnahmen werde ich sicher Anfang des Jahres mehr Zeit zum Lesen haben.

Aus dem Grund sind auch dieses Jahr mein Ziel 55 Bücher und hier könnt ihr die Challenge auf goodreads verfolgen:

https://www.goodreads.com/user_challenges/24889343

Hier meine 2021 gelesenen Bücher:

  1. Das Reich der sieben Höfe: Sterne und Schwerter von Sarah J. Maas
  2. The Passengers von John Marrs
  3. Splitter von Sebastian Fitzek
  4. Das Reich der sieben Höfe: Frost und Mondlicht von Sarah J. Maas
  5. Nebel von Ragnar Jónasson
  6. Der Orden des geheimen Baumes von Samantha Shannon
  7. Throne of Glass: Die Erwählte von Sarah J. Maas
  8. Consequences: Buch 2 von Aleatha Romig
  9. Leckerbissen von Kitty Thomas
  10. You: Du wirst mich lieben von Caroline Kepnes
  11. Duty & Desire: Verboten sinnlich von Tessa Bailey

Rezension “Die große Pause”

Produktinformationen:

  • Autor: Bastian Bielendorfer
  • Seitenanzahl: 240 Seiten
  • Verlag: Gräfe und Unzer Verlag GmbH
  • ISBN: 978-3833877544
  • Preis: 16,99€ (Gebundene Ausgabe), 13,99€ (eBook), 13,99€ (Hörbuch)

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Klappentext:

“Wenn die Welt ein Intensivbett wäre, wollte ich Bastian Bielendorfer als Pfleger. Klug, empathisch, witzig. Unsere Zeit braucht Bücher wie dieses.”
Micky Beisenherz

Mit genügend Humor wird alles leichter. Bastian Bielendorfer dokumentiert deshalb vom ersten Tag an, durch welche Absurditäten sich unser Leben seit dem Beginn des Corona-Wahnsinns verändert hat. Innerhalb weniger Stunden wird die Hausärztin zur Seuchen-Expertin, der Postbote zum Hochrisikoarbeiter, die Klorolle zum Luxusgut. Und Bastis Zuhause mutiert zur Zwangs-WG mit Frau, Mops und Schwiegermutter. Nach ein paar Tagen im Horror-Hausarrest erklärt Basti der Corona-Angst den Krieg, bügelt entschlossen seine Jogginghose und beginnt mit seinen schriftstellerischen Aufräumarbeiten in einer Welt, die nie wieder so sein wird wie zuvor.

Meine Meinung:

Wer den guten Bastian Bielendorfer schon flüchtig durch seine Shows, Auftritte oder Podcasts kennt, wird überrascht sein von diesem Buch. Seine vorherigen Bücher habe ich zwar noch nicht gelesen, habe es aber definitiv noch vor.
Mit diesem Buch erzählt Bielendorfer aus seinem Leben während des (ersten) Lockdowns. Durch viele kleine und kurze Geschichten bringt er uns seinen Alltag als stillgelegten Komiker näher und schildert uns Alltagsprobleme, die dem Leser nicht fremd und viel zu nachvollziehbar sind.

Sei es das Zusammenleben mit seiner Frau, dem Mops Otto und seiner Schwiegermutter, der Klopapier-Krieg im Supermarkt oder die Schwierigkeiten der Paketannahme. Genau wie wir Leser kämpft er mit den Neuheiten der durch das Virus verursachten Probleme und nicht selten konnte ich mich nur zu gut in seine Situation hineinversetzen. Auch Themen wie Homeschooling, das ihm glücklicherweise erspart geblieben ist, spricht er aus Sicht eines Außenstehenden an.

Sehr oft wurden Szenen beschrieben, die auch ich 1:1 im Alltag erlebt habe/erlebe und die sich wohl deutschlandweit abspielen. Mit Humor verpackt bringt er dem Leser die Geschichten näher und erzählt bildlich von Auftritten in Autokinos, Video-Treffen mit seinen Freunden und teilt auch private Gespräche mit seinem Vater.

Doch hinter all dem Humor verbringt sich auch eine ernste und tiefgründige Seite, die mir auch sehr nah ging. Vor allem beim letzten Kapitel sind mir dann ein paar Tränen in die Augen gestiegen, was dem Buch einen traurigen, aber zugleich wunderbaren Abschluss gegeben hat.

Gelesen vom 18.10.2020 bis 22.10.2020

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Rezension “Queer Heroes: 53 LGBTQ-Held*innen”

Rezensionsexemplar

Produktinformationen:

  • Autorin: Arabelle Sicardi
  • Originaltitel: Queer Heroes
  • Seitenanzahl: 64 Seiten
  • Verlag: Prestel Verlag
  • ISBN: 978-3791374376
  • Preis: 20,00€ (Gebundene Ausgabe)

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Klappentext:

Ein wichtiges Buch, das jungen Menschen Mut macht!

Entdecke die inspirierenden Geschichten von 53 queeren Künstlern, Schriftstellern, Innovatoren, Sportlern und Aktivisten von der Antike bis heute! Sie alle haben einen großen kulturellen Beitrag geleistet und zum Kampf für die Gleichberechtigung beigetragen.

Dieses stylisch illustrierte Buch feiert die Errungenschaften von LGBTQ-Menschen aus der ganzen Welt, aber erinnert auch daran, dass es nicht immer und überall einfach war und ist, zu seiner Identität zu stehen. Dynamisch gezeichnete Farbporträts inspirierender Vorbilder ergänzen ihre Biografien, die von den spannenden Lebensgeschichten und unglaublichen Erfolgen der 53 Mitglieder der LGBTQ-Community erzählen. Angefangen von Freddie Mercurys Beitrag zur Musik und Ellen DeGeneres’ Comig-Out in ihrer eigenen TV-Serie über Jazz Jennings Leben als Transgender-Teen, bis hin zu Leonardo da Vincis “Mona Lisa”. Dieses außergewöhnliche und einzigartige Buch zeigt Teenagern, dass alles möglich ist!

Meine Meinung:

Zuerst einmal Danke an das Bloggerportal und den Prestel Verlag für dieses Rezensionsxexemplares!

Allein das bunte Titelbild hat mich schon angelacht und gleich gute Laune verbreitet. In der heutigen Zeit ist es zum Glück nicht mehr schlimm sich zu outen, weshalb mich einige der Geschichten doch sehr schockiert haben.
Vor allem als nicht LGBTQ+-Mitglied gab mir das Buch einen kleinen Einblick in die Lebensweise und die Probleme von nicht-heterosexuell interessierten Personen. Alle Geschichten haben mich wirklich sehr gerührt – die einen mehr als andere, aber sie alle waren auf ihre eigene Weise einzigartig.
Ich kannte natürliche einige Personen, die in dem Buch vorkamen, aber viele auch nicht, weshalb man immer wieder neue Persönlichkeiten kennenlernen durfte. Vor allem aber hatten/haben all diese Leute eine Sache gemeinsam: Stärke. Wie schon geschrieben haben mich einige Geschichten wirklich schockiert und ich bin froh, dass eine so normale Sache auch endlich als Normalität aufgenommen wird.
Das Leben der verschiedenen Personen wird kurz und interessant zusammengefasst und durch die vielen schönen und bunten Bildern macht das Lesen erst recht Spaß. Es ist von Künstlern über Sportler bis zu Popstars in jeder Kategorie jemand vertreten, doch am meisten hat mich die Geschichte von Josephine Baker begeistert.
Tatsächlich hatte ich nach der letzten Seite gehofft, dass noch ein paar Geschichten erzählt werden, doch an sich war es ein wirklich tolles Buch, das ich jedem empfehlen kann!

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Rezension “Liebe und andere Weihnachtswunder

Rezensionsexemplar

Produktinformationen:

  • Autorin: Mila Summers
  • Seitenanzahl: 298 Seiten
  • Verlag: Independently published
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 172386028X
  • ISBN-13: 978-1723860287
  • Preis: 9,81€ (Taschenbuch), 0€ (Kindle)

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Klappentext:

Suche nicht nach der Liebe … denn sie findet dich! Der plötzliche Wintereinbruch in Edinburgh legt die Großstadt kurz vor Weihnachten lahm. Nichts geht mehr. Dabei muss Cailin dringend in ein verschlafenes Nest in den schottischen Highlands, um dem Vater ihres ungeborenen Kindes von den Folgen ihres One-Night-Stands zu erzählen. Noel ist auf der Flucht vor der Polizei, als Cailin seinen Weg kreuzt. Zähneknirschend nimmt er sie mit, auch wenn er damit riskiert, aufzufliegen und im Knast zu landen. Als Noel seinen ungebetenen Gast in Mìorbhail absetzt, streikt kurz darauf sein Wagen und er sitzt im Ort der Wunder fest. Schon bald widerfahren ihm wundersame Dinge. Dabei will er doch nur weg – vor allem von Cailin, die Gefühle in ihm weckt, die ihm schnell gefährlich werden könnten. Wird es ihm gelingen?

Meine Meinung:

Danke erstmal an Mila Summers, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Die Rezension enthält ein paar kleine Spoiler!

Cailin habe ich schon von Anfang an ins Herz geschlossen, da sie einfach eine herzliche Person ist, die es allen Recht machen will. Und dadurch selbst im Schlamassel landet. Doch ihr Weg in die Idylle der schottischen Highlands hält davor noch einige Überraschungen offen.

Unter anderem den heißen Noel. Wie der Name schon verrät, ist es eine Anspielung auf Weihnachten, aber der liebe Noel ist darüber leider gar nicht glücklich. Auch er ist auf den Weg Richtung Highlands, aber aus völlig anderen Gründen als Cailin.

Ich muss sagen, dass ich sehr gespannt war, zu erfahren, wie die beiden wohl zueinanderfinden würden, da sie doch aus verschiedenen Welten kommen. Doch ich muss sagen, dass diese Stelle mein einziger, kleiner Kritikpunkt an dem Buch ist, da ich finde, dass Cailin viel zu energisch, unverschämt und unüberlegt handelt. Ich schätze kein normaler Mensch hätte so reagiert, aber es ist schließlich eine Geschichte, also will ich darauf auch nicht weiter eingehen.

Den weiteren Verlauf fand ich dafür aber sehr interessant und es war faszinierend wie sich die beiden Protagonisten langsam annäherten, auch wenn sie beide dem anderen nicht ganz die Wahrheit verrieten. Als sie dann schließlich Cailin Ziel erreichten, trafen sie auf Charlotte. Charlotte ist eine ältere Frau, die ihre Liebe aus den Buchseiten heraus verströmt hat und die beiden Protagonisten weiter verkuppelt hatte, obwohl sich ihre Wege schon längst hätten trennen sollen. Die ältere Dame erinnert auch Noel an seine geliebte Großmutter, weshalb ich die Vermutung habe, dass die mysteriösen Stimmen von Charlottes Einfluss auf ihn kommen. 😉

Da Noel nun aber doch länger als beabsichtigt mit Cailin feststeckt, verbringen sie eine Nacht im selben Haus. Und die Badszene des nächsten Morgens bringt mich auch jetzt beim Schreiben noch zum Lachen, da wir Ladys wohl alle einen Blick auf den geheimnisvollen (und entblößten) Santa geworfen hätten! Kurz nach dem “gemeinsamen” Duschen, klingelte Charlotte an der Tür und begeisterte die beiden mehr oder weniger mit einer wohltätigen Aktion für die Kinder der Stadt, bei der sowohl Cailin als auch Noel nicht Nein sagen konnte.

Doch im Café der älteren Dame wartete die nächste Überraschung auf Cailin und ich war schon sehr gespannt wie sie dieser Tatsache aus dem Weg gehen wollte. Das war auch der Zeitpunkt, an dem Noel wieder zugeflüstert wurde, doch zurück zu Cailin zu gehen. Zum Glück beider war der AUgenblick unglaublich passend, wodurch sie endlich zueinanderfanden und beide die Lügen und Verheimlichungen aufklärten.

Abschließend noch zu sagen wäre also nur noch, dass das Buch einige Witze, unerwartete Handlungen und eine weihnachtliche Stimmung bereithält. Ich muss ehrlich sagen, dass dies eines der wenigen Bücher ist, bei denen ich wirklich nicht wusste, was als nächstes passierte. Sich eine Idee für den Schluss zu bilden ist einfach, aber auch die Handlung unvorhersehbar zu gestalten, braucht wirkliches Talent, dass Frau Summers mit dieser Geschichte wirklich gelungen ist! Und dank Cailin und Noel bin ich auch schon längst in Weihnachtsstimmung und trinke herrlichen Earl Grey!

Gelesen vom 07.10.2018 bis 25.10.2018

Bewertung: 4 von 5 Sterne

Rezension “Auf den zweiten Blick”

Produktinformationen:

  • Autorin: Jodi Picoult
  • Originaltitel: Picture Perfect
  • Seitenanzahl: 448 Seiten
  • Verlag: Piper Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN: 978-3492263115
  • Preis: 12,00€ (Taschenbuch), 11,99€ (eBook)

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Klappentext:

Der Polizist Will liest in Los Angeles eine junge Frau auf, die nicht weiß, wer sie ist. Er hilft ihr und versucht, ihre Identität herauszufinden. Bald meldet sich Alex Rivers, der berühmte Schauspieler, und identifiziert sie als seine schwangere Frau Cassie. Als er ihr den liebevollen Ehemann vorspielt, kehren in ihr bedrohliche Erinnerungen an die Beziehung mit ihm zurück …

Meine Meinung:

Ich bin leider etwas enttäuscht … Ich bin ein großer Jodi Picoult-Fan, da ich ihre Art zu erzählen und all das interessante Hintergrundwissen liebe, aber in diesem Roman ging das alles etwas verloren. Wäre nicht das Thema mit den Indianer als wichtige Nebenrolle erschienen, wäre das Buch für mich ein stinknormaler Roman gewesen, den man auch zwischendurch mal lesen kann. Da in diesem Buch das Thema (ACHTUNG SPOILER!) Gewalt in der Ehe/Gewalt gegen Frauen vorkam, war es dennoch keine einfache Lektüre. Trotz meiner Enttäuschung gehört das Buch dennoch zu den besseren Geschichten, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen.

Die Autorin beginnt in einem Umfeld und mit einer Geschichte, die einem Thriller ähnelt. Schon am Anfang des Buches ist man sehr misstrauisch und vertraut nur der Protagonistin Cassandra und dem Polizisten Will, deren Denken man durch ihre Kapitel beobachten kann.

Will war mir von Anfang an sympathisch und seine Vorgeschichte interessierte mich wirklich sehr.
Cassandra kam mir vor allem durch ihre derzeitige Situation etwas schwächlich vor, was sich allerdings schnell ändern sollte.

Ihrem Mann Alex habe ich anfangs etwas misstraut und dachte an dieser Stelle noch, dass sich das Buch anders entwickeln würde. Auch als Cassie in ihr angebliches Leben zurückkehren sollte, war ich skeptisch, war das Bild von ihr niemals in die glanzvolle Welt der Hollywoodstars passte.

Die Umsetzung der Autorin, wie man die Vorgeschichten taktisch einbaute, ist ihr definitiv gelungen. Auch die Nebencharaktere waren sehr ausgeklügelt und gut eingesetzt. Ophelia, Cassies beste Freundin, war für mich die vernünftige, innere Stimme, die Cassie zumindest versucht hat, zurück in die Realität zu bringen.

Auch Cassandras Bekanntschaft mit Wills Großeltern Cyrus und Dorothea mochte ich wirklich sehr, da hier über die Geschichte der Ureinwohner berichtet wurde und ich diesen Teil wirklich am Besten fand. Man konnte deutlich Cassies Haltung und ihr Verhalten beobachten, wie es sich veränderte und wie viel sie und auch der Leser dazulernte.

Connor war auch ein wichtiger Mensch in Cassandras Leben, wobei ich seinen Charakter tatsächlich etwas unnötig fand und dieser nur ihren Berufswunsch als Zweck diente, was ich tatsächlich etwas schade fand. Ich hatte mir hierbei wirklich mehr gewünscht.

An sich ist es ein lesenswertes Buch, wobei mir andere Bücher der Autorin besser gefallen hatten.

Gelesen vom 23.02.2020 bis 09.03.2020

Bewertung: 3 von 5 Sterne

Rezension “Die Krone der Dunkelheit”

Produktinformationen:

  • Autorin: Laura Kneidl
  • Seitenanzahl: 640 Seiten
  • Verlag: Piper
  • ISBN: 978-3492705264
  • Preis: 12,00€ (Taschenbuch), 12,00€ (eBook)

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Klappentext:

Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.

Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Ihr gesamtes Dorf wurde einst von blutrünstigen Elva ausgelöscht, und Ceylan sehnt sich nicht nur nach Rache, sondern möchte auch um jeden Preis verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.  

Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird …

Meine Meinung:

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich kein allzu großer Fan von Laura Kneidl bin.
Durch die (meiner Meinung nach) schlechten Liebesromane, war ich dann doch erstaunt darüber, dass mir ‘Light&Darkness’ dann doch gefallen hat, weshalb ich schon gespannt auf ‘Die Krone der Dunkelheit’ war.

Als allerdings der Klappentext veröffentlicht wurde, war ich super skeptisch. Der erste Gedanke, der mir dabei nämlich durch den Kopf schoss, war: Eine Kopie der Acotar-Reihe. Was man allein schon am Namen der Hauptfigur Freya erkennen kann, da allein der Name schon Feyre ähnelt. Deshalb missfiel mir auch das Worldbuilding sehr, da es mich wieder einmal an die Acotar-Reihe erinnert, was ich sehr schade finde.

Ich wollte der Geschichte allerdings eine Chance geben und wurde dann positiv von Ceylan überrascht. Die tapfere Waise beweist Mut und Stärke und ich hätte wirklich gerne mehr von ihr gelesen. Ihr Charakter hat mich wirklich begeistern können und ihre Handhabung mit der Situation zwischen all den Männern finde ich bemerkenswert.

Viel weniger hätte ich mir deshalb auch von Freya gewünscht, da ihre Reise mit dem stummen Larkin sehr eintönig und langatmig war. Die Hälfte von ihrer Geschichte hätte man dementsprechend aus dem Buch streichen können und man hätte dennoch nichts verpasst.

Ein weiterer interessanter Charakter ist allerdings Prinz Kheeran, der mit seinem Zwiespalt etwas Spannung in die Geschichte gebracht hat. Als Prinz und werdender König trägt er eine große Last auf den Schultern und ist sich seiner Bestimmung nicht ganz so sicher. Seine Perspektiven habe ich auch sehr genossen, wobei ich mir auch hier mehr Material gewünscht hätte.

Weylan war mir dann aber doch etwas zu übertrieben. Seine Figur ist ein guter Einfall und trägt auch einen wichtigen Teil zu der Geschichte bei, allerdings sind mir seine Beweggründe zwar klar, aber dann doch nicht ganz verständlich.
Die finale Wendung am Ende des Buches brachte dann zum Glück wieder etwas Spannung auf, war aber leider zu erraten.

Ich hätte mir gerne mehr Kapitel aus Sicht der interessanten Charaktere gewünscht und weniger Beschreibungen und mehr Handlung, weshalb das Buch von mir leider nur 2,5 bis 3 Sterne bekommt. Ob ich die nachfolgenden Bände noch lesen werde, weiß ich noch nicht.

Gelesen vom 03.06.2019 bis 27.06.2019

Bewertung: 3 von 5 Sterne

Rezension “Das Lied der Krähen”

Produktinformationen:

  • Autorin: Leigh Bardugo
  • Originaltitel : Six of Crows
  • Band 1
  • Seitenanzahl: 592 Seiten
  • Verlag: Droemer Knaur
  • ISBN: 978-3426654439
  • Preis: 16,99€ (Taschenbuch), 14,99€ (eBook), 19,99€ (Hörbuch)

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Klappentext:

Ketterdam – pulsierende Hafenstadt, Handelsmetropole, Tummelplatz zwielichtiger Gestalten: Hier hat sich Kaz Brekker zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandenchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot erhält, das ihm unermesslichen Reichtum bescheren würde, weiß Kaz zwei Dinge: Erstens wird dieses Geld den Tod seines Bruders rächen. Zweitens kann er den Job unmöglich allein erledigen …
Mit fünf Gefährten, die höchst unterschiedliche Motive antreiben, macht Kaz sich auf in den Norden, um einen gefährlichen Magier aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt zu befreien. Die sechs Krähen sind professionell, clever, und Kaz fühlt sich jeder Herausforderung gewachsen – außer in Gegenwart der schönen Inej …

Meine Meinung:

Das Buch war ein absolutes Highlight und es gehört auf jeden Fall zu meinen Top 3!
Leider habe ich die Grischa-Reihe vor dem Buch nicht gelesen, worauf ich nach den ersten ~50 Seiten aufmerksam gemacht wurde, weshalb es mir anfangs etwas schwer fiel die Handlung hundertprozentig zu verstehen. Aber nach den Anfangsschwierigkeiten hat mich das Buch in seinen Bann gerissen und ich konnte mich (teilweise) nur mit Müh und Not davon losreißen. Denn die „letzten“ zweihundert Seiten habe ich in einer Nacht gelesen und dafür sogar auf meinen wertvollen Schlaf verzichtet. Doch das war es mir allemal wert!
All die verschiedenen Perspektiven haben das Lesen noch detaillierter gemacht und die ausführlichen Beschreibungen der Gebäude und Umgebungen haben alles noch bunt ausgemalt.

Während der Anfang noch etwas schleppend war, war dafür der Schluss umso schneller gelesen, was mich teils traurig und teils glücklich gemacht hat, denn ich wollte das Buch nicht beenden und hatte gehofft, dass es ewig weitergehen würde.

Am besten haben mir allerdings die Beziehungen der verschiedenen Hauptpersonen gefallen. Ich kann noch nicht einmal sagen, welches Pärchen ich bevorzuge, da sie alle wunderschön und perfekt zusammen passen und alle gemeinsam harmonieren.

Auch die zahlreich vorhandenen Plot Twists haben mich beinahe wahnsinnig gemacht. Denn sobald man dachte, dass nun alles schief läuft und die Mission scheitert, kam auf einmal die rettende Lösung (nicht nur für die Protagonisten).

Alles in Allem liebe ich das Buch und es tut mir im Herzen weh, dass ich nun eine Ewigkeit auf den zweiten Band warten muss!

Gelesen vom 19.08.2018 bis 26.08.2018

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Rezension “Das Gold der Krähen”

Rezensionsexemplar

Produktinformationen:

  • Autorin: Leigh Bardugo
  • Originaltitel : Crooked Kingdom
  • Seitenanzahl: 592 Seiten
  • Band 2
  • Verlag: Droemer Knaur Verlag
  • ISBN: 978-3426654491
  • Preis: 16,99€ (Taschenbuch), 14,99€ (eBook), 21,99€ (Hörbuch)

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Klappentext:

Sechs unberechenbare Außenseiter – ein unerreichtes Ziel – Rache! Das Abenteuer geht weiter!

Ein Dieb mit der Begabung, die unwahrscheinlichsten Auswege zu entdecken
Eine Spionin, die nur »das Phantom« genannt wird
Ein Verurteilter mit einem unstillbaren Verlangen nach Rache
Eine Magierin, die ihre Kräfte nutzt, um in den Slums zu überleben
Ein Scharfschütze, der keiner Wette widerstehen kann
Ein Ausreißer aus gutem Hause mit einem Händchen für Sprengstoff

Kaz Brekker und seinen Krähen ist ein derart spektakulärer Coup gelungen, dass sie selbst nicht auf ihr Überleben gewettet hätten. Statt der versprochenen fürstlichen Belohnung erwartet sie jedoch bitterer Verrat, als sie nach Ketterdam zurückkehren. Haarscharf kommen die Krähen mit dem Leben davon, Kaz’ Geliebte Inej gerät in Gefangenschaft. Doch Kaz trägt seinen Spitznamen »Dirtyhands« nicht ohne Grund – von jetzt an ist ihm kein Deal zu schmutzig und kein Risiko zu groß, um Inej zu befreien und seinen betrügerischen Erzfeind Pekka Rollins zu vernichten.

Meine Meinung:

Vorab vielen Dank an den Droemer Knaur Verlag, dass ich dieses Buch rezensieren durfte.

Was soll ich bloß sagen? Obwohl ich das Buch vorab bekam, hatte ich ziemlich große Angst vor dem Ende – weshalb ich das Buch auch ewig nicht angerührt habe. Doch dann als ich endlich damit anfing, konnte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen bis ich zu den letzten Seiten kam, die ich wirklich nicht lesen wollte, da es dann schließlich zu Ende war. Vögelchen zwitschern allerdings von einem weiteren Band.

Ich war schon nach dem Ende des ersten Bandes sprachlos und dieser hat mich vollkommen zerstört zurückgelassen. Auch hier finden wir die sechs Krähen wieder und wie auch im vorherigen Band wurde ich von den unerwarteten Wendung immer und immer wieder überrumpelt.

Bardugos Schreibstil ist immer noch so authentisch und hochrangig wie vorher. Sie verleiht ihren Charakteren und auch der Welt, in der sie leben, eine eigene Seele und trotz seiner Gefahren werde ich Ketterdam vermissen.

Die Krähen sind auf der Flucht und begegnen nicht nur alten, sondern auch neuen Feinden. Zusammen tüfteln sie Pläne aus und stellen sich Van Eck, der genauso hinterlistig seinen Sohn zu beseitigen versucht.

Ich finde es immer noch geschickt, wie viel Gefühl die Autorin in die Bücher einbringt, obwohl es fast keine körperlichen Handlungen gibt und die Protagonisten versuchen den Abstand zueinander zu bewahren.

Mir war schon klar, dass es in diesem Buch nicht nur um die Befreiung Inejs gehen wird, sondern ganz im Kaz Brekker-Style auch Rache geübt wird. Nach dem ersten Band, kennt man die Protagonisten schon besser und weiß, dass Kaz Brekker immer einen Plan B im Ärmel hat. Dennoch waren Bardugos Plots gut ausgearbeitet und absolut nicht vorhersehbar.

Zwei Sachen, die mich etwas gestört haben, waren zum Einen die Spoiler zum Grishaverse. Ich habe die Reihe um Alina noch nicht gelesen und wurde mehr als nur etwas dazu gespoilert. Die andere Sache waren die Zankereien zwischen Nina und Matthias. Dass die beiden eine Hassliebe zueinander hegen, ist schon von Anfang an klar und macht die Geschichte auch spannend, allerdings haben mich die beiden im zweiten Band etwas aufgeregt.

Nichtsdestotrotz überzeugen alle Charaktere mit ihrer eigenen Geschichte. Auch der Schluss passte zum Stil und war nicht zu kitschig oder zu übertrieben. Ich gehe mit einem tränenden und einem lachenden Auge aus diesem Buch über sechs einzigartige Krähen. Keine Rezension wird je ausreichend beschreiben können wie gut diese Geschichte ist!

Gelesen vom 14.05.2019 bis 19.05.2019

Bewertung: 5 von 5 Sterne