Rezension “To Kill A Shadow – Wenn das Licht erlischt”

  • Autor*in: Katherine Quinn
  • Übersetzer*in: Sara Riffel
  • Seitenanzahl: 560 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag
  • ISBN: 978-3743220966
  • Preis: 19,95€ (Gebundenes Buch), 11,99 (eBook), 15,99€ (Hörbuch)

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Klappentext:

Zu lieben heißt, Opfer zu bringen.
Seit die Sonnengöttin – und mit ihr die Sonne – aus dem Königreich Asidia verschwunden ist, umgibt ein tödlicher Nebel das Land. Die 18-jährige Kiara kennt daher einzig die Dunkelheit. Und nicht nur das: Sie gilt in ihrem Dorf als verflucht. Da ändert sich ihr Leben schlagartig, als sie von Kommandant Jude Maddox für eine gefährliche Mission rekrutiert wird. Womit Jude jedoch nicht gerechnet hat: Kiara weckt in ihm Gefühle, die er längst verloren glaubte. Schon bald müssen sie gemeinsam im Nebel ums Überleben kämpfen und ungeahnte Geheimnisse kommen ans Licht …

Meine Meinung:

Vorab vielen Dank an den Loewe Verlag und Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Obwohl ich nun schon einige negativ gestimmte Rezensionen zu diesem Buch gelesen habe, muss ich sagen, dass es für mich eins meiner Jahreshighlights ist. Der Klappentext und die Grundidee haben mich gleich überzeugt und die Geschichte konnte mich sofort fesseln.

Um zwei kleine Kritikpunkte gleich anzusprechen: man merkte den Rekruten und somit auch der Protagonistin ihr Alter an. Ich fand sie oftmals etwas aufmüpfig und naiv, was mir mittlerweile bei Charakteren nicht mehr gefällt, aber da sie 18 Jahre alt ist, sei ihr das verziehen. Außerdem wurde sehr viel erzählt und oft nicht viel erklärt. Das Worldbuilding ist noch etwas lückenhaft, ich gehe aber davon aus, dass nicht zu viel vorweggenommen werden wollte und hoffe, dass uns Band 2 noch etwas aufklärt.

Wie schon angesprochen fand ich die Grundidee gleich sehr interessant. Die Rekrutierung für die königliche Armee und Kiara als einzige Frau stellt immer Konfliktpotential dar. Jedoch fand ich es wirklich angenehm, dass dies nicht übertrieben wurde. Sie schlägt sich wacker und hat Erfahrung, was ihr einen Vorteil gegenüber den anderen gibt.

Was ich an diesem Buch hervorragend fand war die Bedeutung von Freundschaften. Oftmals werden diese zur Opferung oder Vorbereitung für einen Plot genutzt, aber in diesem Buch merkte man eine Entwicklung fester Freundschaften zwischen den verschiedenen Charakteren. Allein diese Tatsache ist für mich schon einen ganzen Stern wert.

Auch die Hintergrundgeschichten der verschiedenen Personen waren sehr gut, unterschiedlich und emotional ausgearbeitet. Hier hat mich vor allem Judes Geschichte sehr berührt, obwohl er die erste Hälfte des Buches recht geheimnisvoll und mysteriös gehalten wurde.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Kiara und dem Kommandanten war von Anfang an deutlich spürbar. Sie hat sich stetig aufgebaut und hatte ein schönes ruhiges und doch intensives Tempo. Die Liebe war greifbar und die Entwicklung zog sich gemächlich durch das Buch, wodurch man als Leser deutlich mitgefiebert und kleinste Berührungen gefeiert hat.

Ein weiteres Highlight war für mich der Nebel, die damit verbundenen Monster und allgemein die vielen Wendungen und auch Gefahren. Nachdem es im ersten Teil verständlicherweise viel um die Ausbildung der Rekruten ging, nahm der zweite Teil deutlich an Fahrt auf. Schon ab den ersten Kontrollen war die Spannung präsent und zog sich bis zur letzten Seite des Buches. Und vor allem mit dem letzten Plottwist hätte ich niemals gerechnet.

Gelesen vom 06.04.2025 bis 19.04.2025

Bewertung: 5 von 5 Sterne

Rezension “A Study in Drowning”

Rezensionsexemplar

Produktinformationen:

  • Autor*in: Ava Reid
  • Übersetzer*in: Nadine Mannchen
  • Seitenanzahl: 464 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag
  • ISBN: 978-3743220010
  • Preis: 17,95€ (Taschenbuch), 14,99€ (eBook), 0,99€ (Hörbuch)

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Klappentext:

Jede Flut beginnt mit einem Tropfen
Effys größter Traum ist es, Literatur zu studieren – was Frauen in Llyr jedoch untersagt ist. Also gibt sie sich mit Architektur zufrieden. Da erhält sie eine einmalige Chance: Sie darf das Anwesen ihres verstorbenen Lieblingsautors renovieren! Doch Hiraeth Manor wird zunehmend vom Meer verschlungen. Gleichzeitig verfolgt Effy die Sagen über den Elfenkönig. Und dann ist da auch noch Preston: der Literaturstudent, der den Nachlass des Autors sichtet – und den Effy von der ersten Sekunde an nicht ausstehen kann. Bis sie gemeinsam einem dunklen Geheimnis auf die Spur kommen …

Meine Meinung:

Vorab vielen Dank an den argon Hörbuch Verlag und Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Mir ist das Buch schon des öfteren in der Buchhandlung aufgefallen, da das Cover wirklich ein Hingucker ist und sich auch der Titel sehr vielversprechend anhört. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, wusste ich: diese Geschichte muss ich lesen!

Leider kam ich gar nicht gut in das Buch rein. Effy ist mir leider sehr unsympathisch und obwohl ich Literatur genau so liebe wie sie, finde ich ansonsten keine Anhaltspunkte. Auf mich machte sie weniger den Eindruck einer Studentin als eines kleinen Mädchens, das gerade auf die weiterführende Schule kommt. Allein diese Tatsache hat mir das Weiterlesen schon sehr schwer gemacht.

Da es ihr verwehrt blieb Literatur zu studieren, ist sie die einzig eingeschriebene Architekturstudentin. Gut fand ich, dass die Autorin die Ungleichberechtigung der Geschlechter einbrachte, die vor noch nicht allzu langer Zeit auch in Hinsicht der Universitäten bestand.

Wie es das Schicksal will, wurde sie ausgewählt, um das Anwesen ihres verstorbenen Lieblingsautors neu zu gestalten. Zusammen mit ihrem Kommilitonen Preston muss sie sich dieses Glück allerdings teilen. Die Rivalität zwischen den beiden konnte ich leider nicht wirklich nachvollziehen. Auch, dass sich diese ziemlich plötzlich und schnell wieder löst, hat mir ein wenig das Gefühl gegeben, dass die Autorin zwanghaft eine Enemies to Lovers-Thematik einbringen wollte.

Ich hab das Buch schließlich bei 64% abgebrochen. Mir war das alles leider viel zu langsam und absurd und ich hatte diesmal wirklich einfach keine Lust mehr weiterzulesen. Die Geschichte war mir leider sehr „egal“ und hat mir einfach nicht zugesagt. Auch wenn ich mir eine langsame Geschichte vorgestellt habe, ist auf all den Seiten nicht so viel passiert und vor allem nichts, von dem ich noch eine Auflösung gehabt hätte.

Trotz wunderschönem Titelbild und einer kritischen Thematik, wurde diese leider nicht ausgeschmückt und diente mehr als Lesermagnet. Wer es gerne langsam mag, hat mit diesem Buch einen Schmöker gefunden, der gut zu regnerischem Herbstwetter passt, mir hat er allerdings nicht sehr zugesagt.

Gelesen vom 24.10.2024 bis 27.10.2024

Bewertung: 1 von 5 Sterne

Rezension “Wen der Rabe ruft”

Produktinformationen:

  • Autorin: Maggie Stiefvater
  • Originaltitel: The Raven Boys
  • Band 1
  • Seitenanzahl: 464 Seiten
  • Verlag: Loewe Verlag GmbH
  • ISBN: 978-3839001530
  • Preis: 9,35€ (Gebundene Ausgabe), 3,99€ (eBook)

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Klappentext:

Jedes Jahr im April empfängt Blue die Seelen derer, die bald sterben werden, auf dem verwitterten Kirchhof außerhalb ihrer Stadt. Bisher konnte sie sie nur spüren, nie sehen – bis in diesem Jahr plötzlich der Geist eines Jungen aus dem Dunkel auftaucht. Sein Name lautet Gansey, und dass Blue ihn sieht, bedeutet, dass sie der Grund für seinen nahen Tod sein wird.
Seit Blue sich erinnern kann, lebt sie mit der Weissagung, dass sie ihre wahre Liebe durch einen Kuss töten wird. Ist damit etwa Gansey gemeint?

Meine Meinung:

Von dieser Reihe habe ich schon so viel mitbekommen und entweder konnte ich daraus schlussfolgern, dass man sie entweder liebt oder aber hasst. Bisher hasse ich sie nicht, aber gerade unglaublichen Gefallen habe ich auch noch nicht unbedingt gefunden.

Ich muss leider zugeben, dass ich wirklich lange gebraucht habe bis ich in die Geschichte reingekommen bin. Die ersten 100 Seiten haben sich unendlich lange gezogen und ich war stellenweise wirklich verwirrt, wer denn nun wer ist.

Blue ist ein sehr angenehmer Hauptcharakter, der neben einem Haus voller Wahrsagerinnen ein recht normales Leben führt und selbst sehr aufgeschlossen, neugierig und auch hilfsbereit ist.

Einzig die Weissagung, dass sie den Jungen, den sie liebt, mit einem Kuss umbringen wird, finde ich wirklich dezent dramatisch, aber gut, das ist wohl die Intension der Geschichte. Mit dieser Weissagung geht sie auch sehr vorsichtig mit dem anderen Geschlecht um und anfangs dachte ich tatsächlich, dass ihre Mutter ihr damit nur eine Beziehung weniger schmackhaft machen will.

Beim Seelenempfang am Friedhof begegnet ihr dann der Geist Ganseys, was ich dann zum ersten Mal auch spannend fand. Wenig später begegnete sie dann schicksalhafterweise auch dem lebendigem Gansey und den restlichen Raven-Boys.

Hier finde ich trotz einiger Macken alle Jungs ziemlich sympathisch und vor allem vielschichtig. Man merkt die Unterschiede der vier Jungs extrem und trotzdem harmonieren sie auf eine recht komische Weise. Vor allem Adam hat es mir hier angetan.

Nun machen sie sich auch zusammen mit Blue auf die Suche nach den Ley-Linien und begegnen auf ihrer Reise dem ein oder anderen Mysterium. Viel Hilfe von anderen können die fünf leider nicht erwarten und trotzdem stellen sich ihnen einige unerwartete Wendungen in den Weg.

Es gab einige Stellen in diesem Buch, die mich neugierig und schockiert haben weiterlesen lassen. Ich bin vielleicht noch nicht hundertprozentig von der Geschichte überzeugt, freue mich aber dennoch schon auf den zweiten Band.

Gelesen vom 11.10.2020 bis 18.10.2020

Bewertung: 4 von 5 Sterne