Rezension “Stone Blind – Der Blick der Medusa”

Produktinformationen:

  • Autorin: Natalie Heynes
  • Originaltitel: Stone Blind
  • Seitenanzahl: 384 Seiten
  • Verlag: dtv Verlag
  • ISBN: 978-3423283175
  • Preis: 24,00€ (Gebundene Ausgabe), 19,99€ (eBook), 9,95€ (Hörbuch)

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Klappentext:

Medusa – Schwester, Opfer, Monster?

Medusa wächst bei ihren Schwestern auf und merkt schnell, dass sie anders ist – eine Sterbliche in einer Familie von Göttern. Von ihrer Schönheit angezogen, bedrängt der Meeresgott Poseidon sie im Tempel der Athene. Die Göttin wähnt ihren Tempel entweiht und lässt ihre Wut an der Unschuldigen aus: Medusa wird in ein Monster mit Schlangenhaaren verwandelt, das kein Lebewesen mehr ansehen kann, ohne es zu Stein erstarren zu lassen. Aus Rücksicht verdammt Medusa sich zu einem Leben in der Einsamkeit. Bis der junge Perseus sich aufmacht, das Haupt eines Ungeheuers zu erlangen…

Meine Meinung:

Vorab vielen Dank an den dtv Verlag und Netgalley für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

Griechische Mythologie tut es mir wirklich jedes Mal an. Wer mich schon länger verfolgt weiß, dass ich für Göttersagen lebe und umso schneller konnte mich dieses Buch überzeugen!

Ein winziger Kritikpunkt, den ich jetzt schon öfter auch gelesen habe, ist, dass Medusa in diesem Buch verhältnismäßig wenig vorkommt. Ich verstehe diesen Punkt auch, da sie persönlich nur 30% der Geschichte vorkommt, aber wer sich mit der Mythologie auskennt, der weiß, dass ihr Leben recht kurz war und dass die Geschichten, die in diesem Buch erzählt werden, wichtig waren für Medusas Leben.

Die verschiedenen Perspektiven fand ich gut gewählt und auch allesamt spannend. Man konnte sich gut sowohl in die Götter als auch in die Menschen hineinversetzen und hat deren Beweggründe und Taten super nachvollziehen können.

Vor allem die Geschichte um Medusa und ihre Schwestern waren für mich ein Highlight. Wobei es doch sehr oft vorkommt, dass die Gorgonen in anderen Geschichten ausschließlich als Monster dargestellt werden, haben wir hier einen Blick aus ihrer Perspektive erhaschen können. Während man immer noch die Gefährlichkeit der Gorgonen vor Augen hatte, hatte man allerdings auch ihre gutmütige Seite im Bezug auf Medusa präsent.

Ohne zu viel vorwegzunehmen, waren auch die weiteren Geschichten gut erzählt und man konnte sich sehr gut in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen. Während des Lesens habe ich nicht nur Freude empfunden, sondern vor allem Wut, Empörung und Entsetzen. Auch wenn Medusa nicht unbedingt präsent war, war ihre Geschichte immer im Mittelpunkt und es ist traurig, wie schlimm das Schicksal mancher Menschen in den griechischen Sagen ist.

Gelesen vom 04.06.2023 bis 06.06.2023

Bewertung: 5 von 5 Sterne

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